Frohes neues Jahr
Veröffentlicht am 30.12.2025

Wie jedes Jahr hat jeder von uns Wünsche für das neue Jahr. Doch was geschieht tatsächlich mit diesen Wünschen?
Rückblickend erfüllen sie sich häufig nur teilweise oder bleiben ganz unerfüllt. Krankheit, Verluste, belastende Schlagzeilen, politische Konflikte und eine allgemeine Unzufriedenheit – etwa das Gefühl, sich im eigenen wohlhabenden Umfeld eingeschränkt zu fühlen – haben uns auch in diesem Jahr begleitet.
Aber mal ehrlich: Haben all diese Dinge wirklich noch Bedeutung, wenn die eigene Gesundheit beeinträchtigt ist oder man in diesem Jahr einen geliebten Menschen verloren hat? Und spielt das alles überhaupt eine Rolle, wenn man bedenkt, welches Leid andernorts auf der Welt herrscht – oft gar nicht so weit entfernt von unserem Zuhause?
Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, nimmt dieses Leid wahr und spürt dessen Auswirkungen unmittelbar. Aber leider nicht alle!
Ich beobachte zunehmenden Egoismus, wofür ich grundsätzlich Verständnis habe, aber nur so lange, wie dieser Egoismus nicht auf Kosten anderer geht und nicht in Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen der Gemeinschaft umschlägt. Denn wenn das eigene Wohl stets über das aller anderen gestellt wird, verliert das Zusammenleben seinen Halt und die soziale Verantwortung ihre Bedeutung.
Auch stimme ich allen zu, die feststellen, dass in Deutschland vieles aus dem Gleichgewicht geraten ist und man sich oft nur noch wundern oder ärgern kann. Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, welches Glück wir haben: Würden wir nicht in Deutschland leben und unsere Steuern gewissenhaft entrichten, stünden wir vermutlich selbst an den Grenzen und müssten um Hilfe bitten.
Denkt einfach mal darüber nach …
Aber trotz dieser vielen Herausforderungen durften viele von uns auch zahlreiche „glanzvolle Augenblicke“ erleben. Momente, die uns berührt, inspiriert und gestärkt haben.
Unser „glanzvoller Augenblick“ in diesem Jahr war das ITF 2025.
Seit nunmehr 14 Jahren prägt dort ein unvergleichlicher Geist von Zusammenhalt und Gemeinschaft das Geschehen. Diese Werte stehen bei uns zusammen mit Toleranz, Fairness und Respekt an erster Stelle und finden dort eine eindrucksvolle Entfaltung.
Auch unsere zahlreichen weiteren Angebote sind darauf ausgerichtet, Freude und Unbeschwertheit in den Mittelpunkt zu stellen – stets im Zeichen des guten Zwecks.
Zwar gibt es immer wieder bedauerliche Zeitgenossen, die meinen, diese Werte durch ihr Auftreten stören zu müssen. Doch dank einer zielgerichteten Vorgehensweise halten wir sowas im Zaum und verabschieden uns höflichst von diesen Menschen.
Darüber hinaus erreichen uns regelmäßig Anfragen zu den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei Southernstars e.V. oder einige Mitglieder (insbesondere Bands) verlassen uns wieder, da sie für sich keinen Nutzen erkennen können.
Doch was ist wichtiger? Mit einer Mitgliedschaft Geld zu verdienen oder den Verbund zu stärken, der sich aktiv für den Zusammenhalt in der Country-& Western-Szene einsetzt und alles daransetzt, dieses Thema bei Außenstehenden und Gästen positiv zu vermitteln? Abgesehen von der großen Vielfalt an Angeboten, die wir für Kinder und Jugendliche bereithalten, um ihnen sinnvolle Werte zu vermitteln.
Dieses Gefühl des Miteinanders kann gerade in herausfordernden Zeiten Kraft und Orientierung geben – nicht nur für die Mitglieder selbst, sondern auch für die Szene insgesamt.
Die Entscheidung für eine Mitgliedschaft bei Southernstars e.V. (15 Euro jährlich für Privatpersonen, 30 Euro jährlich für Firmen und Bands) muss also jeder für sich selbst beantworten.
All dies wäre aber ohne die zahlreichen engagierten und herzlichen ehrenamtlichen Menschen in unserem Verbund nicht möglich. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass diese Menschen ihre Freizeit und sogar ihren Urlaub opfern und oft zusätzlich eigene finanzielle Mittel einsetzen, um einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.
Herzlichen Dank euch allen von ganzem Herzen!

Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Gästen, die unsere Angebote regelmäßig nutzen und uns dadurch stets aufs Neue motivieren. Solange es unseren Verbund Southernstas e.V. gibt, setzen wir alles daran, zum einen unsere Werte konsequent zu vermitteln und zum anderen allen, die unsere Angebote wahrnehmen, eine wertvolle Auszeit zu ermöglichen.
Für das neue Jahr wünsche ich uns allen, wachsam und besonnen zu bleiben. Unterstützt, wo immer möglich, diejenigen, denen es weniger gut geht. Bleibt gesund, engagiert und lasst uns den Weg ins neue Jahr mit Mut und Menschlichkeit gemeinsam gestalten.
Und mögen endlich unsere Wünsche in Erfüllung gehen!
Andy Streit